Immer wieder mache ich die Erfahrung, dass viele Menschen nicht wissen, was die Arbeit eines Trostmediums ist, bzw. dass viele mit einer ganz bestimmten Erwartungshaltung in eine Sitzung gehen. Aus diesem Anlass möchte ich jetzt einfach einen Beitrag darüber verfassen, wie ich meine Arbeit als Medium sehe und wie ich arbeite.
Wie funktioniert also eine mediale Sitzung bei mir und welche Regeln gelten für mich?
Grundsätzlich sehe ich meine Aufgabe darin den Hinterbliebenen einen Beweis für das Leben nach dem Tod zu liefern.
Dieser Beweis kann wie folgt aussehen: ……….
Während der Sitzung gebe ich Informationen weiter, die ich aus der geistigen Welt von dem Verstorbenen übermittelt bekomme. Hierbei gehe ich auf die Persönlichkeit des Verstorbenen ein. Wie hat der Verstorbene gelebt? Häufig bekomme ich Informationen darüber, wie der Verstorbene in die geistige Welt gegangen ist, über den Krankheitsverlauf usw.
Welche Charaktereigenschaften hatte er und außerdem gehe ich auf das Aussehen des Verstorbenen ein. Dies ist manchmal aber gar nicht so leicht.
Stellen Sie sich folgende Situation vor. Zwei Menschen sitzen an einem Tisch und beobachten eine dritte Person. Nun bitten Sie die zwei Menschen die Person zu ihrem Aussehen zu beschreiben. Sie werden feststellen, dass beide unterschiedliche Aussagen bzgl. der Erscheinung der dritten Person machen.
In meiner Arbeit geht es um den Beweis, dass der Verstorbene bei mir ist und ein Leben nach dem Tod existiert. Es geht nicht darum Fragen bzgl. der Zukunft zu beantworten und auch nicht darum, Informationen über Familienangehörige weiter zu geben. Zum Beispiel, dass ein bestimmter Familienangehöriger evtl. seinen Job verliert. Dies ist für mich eine Frage der Ethik, denn ich will mich nicht ungefragt in das Leben eines mir völlig fremden Menschen einmischen. Wer sich also von einer Sitzung Durchsagen für die Zukunft erhofft, der wird mit Sicherheit enttäuscht werden. Es ist aber möglich, dass die geistige Welt kleine Anregungen gibt, die Ihre momentane Situation betreffen.
Das ist nicht meine Aufgabe!
In einer Sitzung sollten Sie ohne eine Erwartungshaltung gehen. Warten Sie nicht auf ganz bestimmte Informationen. Sie werden diese dann mit Sicherheit nicht bekommen! Wenn Ihre Gedanken die ganze Zeit um diese Information kreisen, können die Energien nicht einwandfrei fließen und Sie sind nicht offen für andere Botschaften. Eine Erwartungshaltung führt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer enttäuschenden Sitzung, die nicht nur beim Sitter (der Person, die eine Sitzung in Anspruch nimmt), sondern auch beim Medium entsteht.
Sie sollten wissen, dass die Verstorbenen darin interessiert sind so viele Beweise wie möglich betreffend ihrem vorherigen Erdendasein zu übermitteln und natürlich kann es auch passieren, dass sie manchen wertvollen Hinweis betreffend unseres Lebens geben.
Zusammenfassend: Ich arbeite als Medium in der Trauerbegleitung. Meine Aufgabe besteht darin, den Trauenden zu beweisen, dass ihre Lieben nicht für immer fort sind, sondern ein Leben nach dem Tod existiert. Das sehe ich als meine Aufgabe an, als mein Ziel und meinen Lebensinhalt.
herzliche Grüße
Burga Hencken

5 Antworten bis jetzt ↓
1 Raphael // Mai 6, 2009 at 18:11
Hallo Frau Hencken
Sie schreiben:
In einer Sitzung sollten Sie ohne eine Erwartungshaltung gehen.
Wenn ich aber doch zu Ihnen kommen sollte habe ich eben genau diese Erwartungshaltung!!
Sonst würde ich mich nicht in eine Sitzung mit Jenseitskontakt einlassen. Oder?
Was würden Sie mir in meiner Situation raten soll ich trotz Erwartungshaltung auf einen Jenseitskontakt einen solche Sitzung beanspruchen.
Mit freundlichen Grüße Raphael
2 Burga // Mai 6, 2009 at 19:12
Hallo Raphael,
natürlich kommen Sie in der Erwartungshaltung, dass Sie einen Beweis für das Überleben Ihres lieben Verstorbenen haben möchten und das ist völlig normal. Sie sollten jedoch nicht auf einen ganz bestimmten Beweis warten. Zum Beispiel: Ihr Verstorbener hat Ihnen ein ganz besonderes Geschenk gemacht. Nun sind Sie in dieser Sitzung und warten nur darauf, dass eben dieses Geschenk erwähnt, oder diese Situation benannt wird. Wenn Sie die ganze Zeit daran denken, ist es möglich, dass die Energien nicht richtig fließen und dass Sie für andere Botschaften nicht offen sind und diese überhören.
Freuen Sie sich einfach auf eine Sitzung, bitten Sie den Verstorbenen zu dieser Sitzung zu erscheinen und warten Sie auf die Dinge, die kommen werden. Lassen Sie sich einfach von der geistigen Welt überraschen.
Raphael, ein schöner Name.
herzliche Grüße
Burga Hencken
3 Raphael // Mai 7, 2009 at 09:27
Hallo Frau Hencken
Viellen Dank für Ihre Stellungsnahme und die kurze aufschlussreiche Erklärung.
Der Wunsch nach einer Sitzung mit Jenseitskontakt reift in mir sehr stark, ich werde mich gerne mal bei Ihnen melden.
Gruß Raphael
4 Raphael // Okt 1, 2009 at 22:32
Hallo Frau Hencken!
)
Hier schreibt wieder ein Raphael, allerdings ein anderer. (Das Lob für den schönen Namen nehme ich aber dennoch auch gerne wahr.
Aber jetzt ernsthaft zum Thema Erwartungshaltung: Ich denke, dass man eigentlich an gar keine Dinge mit Erwartungshaltungen herangehen sollte. Nachdem das natürlich relativ schwer ist, schränke ich den Satz lieber mal ein: Man sollte generell wenig Erwartungshaltungen haben.
Egal ob es sich dabei um Jenseitskontakte handelt oder um etwas anderes: Je weniger Erwartung um so flexibler ist man. Die positiven Überraschungen sind dann noch schöner und die negativen schwächer.
5 Harry // Apr 21, 2010 at 07:12
Ich möchte mal kurz einen Erfahrungsbericht schreiben, weil ich glaube, dass es immer noch Menschen gibt, die es nicht glauben können oder eben auch noch nicht selbst erleben durften oder konnten.
Ich hatte im Juni 2009 einen Termin bei Burga zu einer Sitzung. Ich habe vorher alles versucht zu verschleiern was mir möglich war: Getürkte Emailadresse zur Kontaktaufnahme ebenso, wie telefonische Kontaktaufnahme mit unterdrückter Telefonnummer. Zusätzlich gab ich nur meinen Vornamen bekannt und nicht einmal meinen Wohnort. Wen ich bei dem Versuch eines Jenseitskontaktes gerne da gehabt hätte habe ich natürlich auch nicht erzählt. Ich war damals schon sehr verwundert, dass Burga von alledem auch nichts wissen wollte und ich bin dann auch ohne große Erwartungen zu unserem Sitzungstermin gefahren.
Eines mal eben vorweg. 9 Monate vor dem Termin bei Burga war ich der einzige Überlebende in unserem Auto bei einem Verkehrsunfall. Meine Frau und unsere 2 besten Freunde, auch ein Paar, mussten den Weg in die geistige Welt gehen.
Diesen SuperGau, persönlichen Hammerschlag für mich, habe ich letztendlich aber auch nur überstehen können, weil ich eben diesen Sitzungstermin hatte, er hat mir einige innere, für mich mehr als wichtige Fragen, beantwortet und die Augen geöffnet.
Überraschend für mich dann bei der Sitzung unser erster **Kontaktpartner**, es handelte sich um meinen Vater, der vor einigen Jahren diese Welt schon verlassen hatte. Durch viele Beweise die Burga mir übermittelte, gerade auch die charakterlichen Eigenschaften meines Vaters, die Burga ja nun absolut nicht wissen konnte, wenn sie nicht weiß wer ihr eigentlich gegenüber sitzt, wurde mir sehr schnell klar, dass ich den richtigen Weg gegangen bin.
Als dann im laufe der Sitzung, bzw. von Anfang an schon, meine Frau auch noch in den Vordergrund rückte war ich………..mit Worten kann ich es eben immer noch nicht ausdrücken.
Burga konnte mir aber genau sagen woran meine Frau starb, eben durch einen Unfall, welche Verletzungen teilweise, Einzelheiten über die Trauerfeier usw.. Das für mich wichtigste aber eben, die 2,5 Stunden die sie nach dem Unfall noch in unserer Welt war musste sie nicht leiden.
Ich habe jetzt wirklich nur das Wesentlichste aufgeführt, ich kann gar nicht alles wiedergeben was bei der Sitzung abgelaufen ist, da könnte/müßte ich fast die Buchform wählen.
Warum teile ich das jetzt alles mit?
Ich bin der Meinung, dass es immer noch zu viele Zweifler gibt und hoffe mit meiner kleinen Ausführung den Unentschlossenen etwas Mut zu machen diesen Weg auch zu wählen wenn……..,ja wenn!!!!
Lieben Gruß
Harry
Hinterlasse ein Kommentar